Mauritius rettet die Thebaische Legion

Nach dem äußerst knappen Sieg gegen die Döblinger Schaffner und Zugführer war auch auswärts gegen die altbekannte Alxingergasse von einem knappen Spiel auszugehen. Der letzte Union-Sieg im direkten Duell datierte vom 19.06.2014, vom damaligen 9:1 waren allerdings nicht mehr viele Josefstädter im Spieltagskader. Weiters sprachen der 10 Punkte Vorsprung und 21 mehr geschossene Tore dafür, dass die Favoritenrolle diesmal andersseitig verteilt war. Dass der Torschützenlistenführende 10 (zehn) Mal öfter getroffen hatte als alle Josefstädter insieme, sollte vielleicht auch erwähnt werden.

Was die Aufstellung der Josefstädter Legion anging, gab es zwei Starterausfälle zu kompensieren, einerseits den Kapitän, der bei seinem Sensei die hohe Kunst des Ballaus11MeterninsTorschießen (wieder)zuerlangen versucht und andererseits Einen des jungen oberösterreichischen Gemüses, der krankheitsbedingt in Österreich-ob-der-Enns picken blieb. Die Ersatzbank war trotzdem gut gefüllt und sogar vereinzelte Dauerkartenbesitzer hatten sich aufgerafft und den Sonntagsjogger abgeworfen, um die Union auswärts zu unterstützen.

Das Spiel ist schnell in kurzen Satzfragmenten abgehandelt. Beide Glasers befreunden sich über 94min mit dem Torschützenlistenführenden. Luki schaut zu, wie ein paar Bälle an die Latte prallen. Liphi schießt, aber schön, neben das Tor. Stoffl läuft links, rechts, vor, zurück. Beide Innenverteidiger chillen. Löffler chillt erstmal und verkürzt dann auch noch seinen Arbeitstag. Beide Flankenmänner laufen vor, zurück, vor, zurück, vor, zurück. Pauli macht sowieso was er will. Serhan und Patrick traben auch mit. Reini lässt Gegner ungehindert an die Latte schießen.

Wer leistet wirklich etwas? Moritz!

1:0          Ecke, Ball am Sechzehner, ein Haken, ein Schuss, ein Eck, ein Tor. Der Hüter des Kastens dabei ohne Chance, gefühlte zehn Leute versperren die Sicht. Küsse von allen für Moritz die Erste.

2:0          Moritz im 1on3 im und um den Strafraum auf der Seite. Dribbelt die Torlinie entlang und trifft ins kurze Eck. Ob es überhaupt möglich war, wird sich nicht klären lassen, aber fest steht, dass das Genie es geschafft hat. Der Linienrichter überprüfte kurz das Seitennetz, konnte aber kein Loch finden. Küsse von allen für Moritz die Zweite.

3:0          Flanke von der Seite, Moritz lümmelt an der Strafraumgrenze, nimmt den Ball easy an, zieht ab und entscheidet die Partie mit einem Schuss in Richtung Kreuzeck. Küsse für Moritz die Dritte.

Der Spielball blieb dann trotz des Triplepacks bei der Alxingergasse. Zum Gegner ist zu sagen, dass alles fair gelaufen ist und wir uns natürlich auch benommen haben.           Als nächstes wartet die Bierstube und damit die nächste unmögliche, aber auch schon gut bekannte, Aufgabe. Doch die Zeiten der Antipathie als wir noch als „Scheiss Snobs“ betitelt wurden sind Vergangenheit und längst aus den Erinnerungen gelöscht, noch eher im Gedächtnis ist der emotionale Cupsieg im Herbst.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s